Jugendkongress Biodiversität 2014

Vom 18. bis 21. September 2014 kamen rund 160 junge Menschen im Naturerbe-Zentrum auf Rügen im Rahmen des Jugendkongress Biodiversität 2014 zusammen – eingeladen vom Bundesumweltministerium, dem Bundesamt für Naturschutz und der DBU.

Der Kongress begann mit der Anreise und ersten informellen Begegnungen, bei denen sich die Teilnehmenden – Schülerinnen und Schüler, Studierende, Auszubildende und junge Berufstätige – kennenlernten und ihre Interessen austauschten. Bereits hier wurde deutlich, dass der Kongress auf Eigeninitiative setzte: Viele hatten sich im Vorfeld mit eigenen Ideen oder Projektansätzen beworben und brachten diese aktiv ein.

Die offizielle Eröffnung führte die zentralen Themen ein: den dramatischen Verlust biologischer Vielfalt und die politische Einbettung in die Nationale Biodiversitätsstrategie. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wissenschaft – darunter insbesondere Akteure des Bundesamtes für Naturschutz – gaben Impulse und machten deutlich, dass die Perspektiven der Jugend gezielt in politische Prozesse eingebunden werden sollen.

Im Anschluss verlagerte sich der Schwerpunkt auf die eigentliche Kernphase des Kongresses: die intensive Workshop- und Projektarbeit. In thematischen Gruppen arbeiteten die Teilnehmenden über mehrere Tage hinweg an konkreten Fragestellungen. Diese reichten von nachhaltiger Landnutzung über Schutz von Lebensräumen bis hin zu Umweltkommunikation und gesellschaftlicher Beteiligung. Fachlich begleitet wurden die Gruppen von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Umweltbildung und Praxis, die als Moderatoren fungierten und zugleich Impulse lieferten.

Ein zentrales Element des Ablaufs war die Kombination aus Input und Eigenarbeit: Auf kurze Fachvorträge folgten Arbeitsphasen, in denen die Jugendlichen eigenständig Konzepte entwickelten, Ideen schärften und Projekte ausarbeiteten. Ergänzt wurde dies durch Diskussionsrunden und offene Austauschformate, die den Dialog zwischen Jugendlichen und Entscheidungsträgern wie z. B. der damalige Umweltministerin Dr. Barbara Hendricks ermöglichten. Neben all der Theorie konnten die Teilnehmenden Biodiversität ganz praktisch bei verschiedenen Exkursionen erleben, wie zum Beispiel im Nationalpark Jasmund.

Von Ideen zu konkreten Projekten

Ziel des Kongresses war nicht nur der Austausch, sondern auch eine Vielzahl konkreter Ergebnisse. Die Workshopgruppen präsentierten ihre Konzepte, die in einer eigens veröffentlichten Broschüre dokumentiert wurden und somit über die Veranstaltung hinaus Wirkung entfalten sollten. Der Kongress verfolgte darüber hinaus das Ziel, Projekte anzustoßen, die anschließend weiterentwickelt und teilweise auch gefördert werden konnten. So entwickelten die jungen Menschen eigene Projektideen, welche die Bandbreite der Herausforderungen im Biodiversitätsschutz widerspiegelten:

Darüber hinaus entstand auf Rügen eine Deklaration der Teilnehmenden, in der sie ihre Wünsche, Vorschläge und Forderungen an die Politik festhielten. Diese wurde später an die damalige Bundesumweltministerin überreicht.

Veranstaltungsbroschüre

Deklaration