Teilnehmerprojekte

An dieser Stelle stellen sich in der folgenden Zeit die 16 Teilnehmerprojekte des Jugendkongresses Biodiversität 2017 vor. Die Projekte formulieren hier ihre Ideen und Ziele zu Beginn der Projektlaufzeit. Über den Blog dieser Webseite wird der Projektverlauf von den Beteiligten im Laufe der folgenden zwölf Monate aktualisiert. Für den formulierten Inhalt sind die jeweiligen Projekte verantwortlich.

2017_Collage_Naturfotos_JuKo
Das Förderprojekt Netzwerk Artenkenntnis setzt sich für den Erhalt von Artenwissen ein
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2017_Chorthippus_biguttulus_JuKo
Der Nachtigall Grashüpfer, Chorthippus biguttulus, ist neben weiteren Arten im Visier des Projektes Netzwerk Artenkenntnis
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1.) Netzwerk Artenkenntnis

„Man kann nur schützen, was man kennt“

Um den Zustand und die Entwicklung der biologischen Vielfalt festzustellen und herauszufinden, welche Maßnahmen zu ihrem Schutz und ihrer Förderung erforderlich sind, werden fortwährend Menschen benötigt, die in der Lage sind, Tiere, Pflanzen und andere Organismen in ihrem Lebensraum aufzufinden, um sie zu bestimmen und weitere Informationen über sie zu gewinnen. Doch dadurch dass die Gesamtheit solcher „Artenkenner“ in den letzten Jahrzehnten geschrumpft ist und nicht genügend neue nachkommen, könnte man sie inzwischen selbst auf eine „Rote Liste“ setzen. Naturschutzkreisen ist das Problem seit längerem bewusst, dass durch diese Entwicklung langfristig die Grundlage der Naturschutzarbeit erodiert (vgl. Frobel & Schlumprecht 2014: Erosion der Artenkenner. URL: http://www.oekologische-bildungsstaette.de/ak/ak-pdf/erosion_artenkenner.pdf).


Ein Netzwerk zum Transfer von Artenkenntnis zur Förderung von Expertennachwuchs

Allerdings gibt es wohl viele Menschen, die gerne lernen würden, wie sie Arten bestimmen können, aber niemanden in ihrem Umfeld kennen, der es ihnen persönlich beibringen könnte. Mit dem Projekt „Netzwerk Artenkenntnis“ soll das Potenzial dieser Menschen geweckt werden, indem die Lücken zu Artenexperten durch ein Netzwerk überbrückt werden.

Dies soll möglich werden durch eine Internetplattform, über die Artenexperten, die bereit sind, ihr Wissen und ihre Erfahrung an interessierte Menschen weiterzugeben, von solchen kontaktiert werden können. Im besten Falle entstehen auf diese Weise informelle „Mentoring“-Gruppen unter der Leitung von Artenkennern, die sich regelmäßig zur Artbestimmung treffen. Interessierte werden dabei vom Wissen und der Erfahrung der Artenexperten profitieren, während diese eventuell Freiwillige gewinnen werden, die sie bei der Monitoring- und Kartierarbeit o. Ä. unterstützen.

Auf dem Jugendkongress Biodiversität haben sich 11 junge Leute zusammengetan, um innerhalb eines Jahres in Zusammenarbeit mit einschlägigen Fachverbänden und Arbeitsgruppen ein Netzwerk von Artenexperten zu erstellen, das möglichst viele Regionen Deutschlands in möglichst vielen Artengruppen abdeckt und naturkundlich interessierten Menschen nach einer Registrierung zur Verfügung steht.

Langfristiges Ziel des „Netzwerks Artenkenntnis“ ist die informelle Förderung und Ausbildung von neuen Artenkennern durch den Kontakt mit Artenexperten. Auf diese Weise leistet das Projekt einen grundlegenden Beitrag zu einer nachhaltigen Bewahrung und Förderung der biologischen Vielfalt.